BWBetreuungsweisung
MuTMotivation und Training
TOATäter-Opfer-Ausgleich
STKSozialer Trainingskurs
AATAnti-Aggressivitätstraining®
BLITZGruppenpädagogische Einmalintervention
habadEHREKulturübergreifendes Projekt für mehr Respekt und Toleranz
FPFanprojekt Regensburg

Seit 1982 werden vom Kontakt Regensburg e.V. Soziale Trainingskurse durchgeführt. Die Kurse werden für zahlreiche Jugendämter der Oberpfalz und Niederbayern angeboten.

Der Soziale Trainingskurs ist ein sozialpädagogisches Instrument für delinquente Jugendliche und Heranwachsende zur Erweiterung und Stärkung der sozialen Kompetenzen mit dem Ziel künftig ein selbstverantwortliches und straffreies Leben zu führen.

ZIELGRUPPE

Straffällige Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14-21 Jahren.

Zur Zielgruppe gehören Jugendliche und Heranwachsende, die einmal oder mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Der Kurs ist geeignet für junge Menschen, die Entwicklungsdefizite und/oder Schwierigkeiten im sozialen Umfeld haben.

ZIELE

Durch die pädagogische Arbeit in der Gruppe sollen die jungen Menschen befähigt werden, sich mit ihrer persönlichen Situation konstruktiv auseinanderzusetzen und Kompetenzen zu entwickeln, um ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Im Einzelnen werden u.a. folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung der sozialen Kompetenzen
  • Einsichtsvermittlung bezüglich eigener und fremder Bedürfnisse
  • Erweiterung der Empathiefähigkeit
  • Erlernen von Toleranz
  • Entwicklung von Problembewusstsein
  • Förderung von Planungsfähigkeit und aktiver Zukunftsgestaltung
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbständigkeit Reflexion und Auseinandersetzung mit der eigenen Tat
  • Erlernen von adäquaten Konflikt- und Problemlösungsstrategien

INHALTE UND METHODEN

Die Methode der Sozialen Gruppenarbeit ist die zentrale Herangehensweise, um ein nachhaltiges und effizientes soziales Lernen zu ermöglichen.

Folgende Inhalte sind wesentliche Bausteine der Maßnahme:

  • Gruppentraining Sozialer Kompetenzen (GSK) nach Hinsch und Pfingsten. Die zentralen Elemente sind Rollenspiele und anschließendes Videofeedback.
  • Themenspezifische Einheiten, wie z.B. Gewalt, soziales Umfeld, Zukunftsplanung u.s.w. Diese orientieren sich am Lebensumfeld und den Delikten der Jugendlichen und Heranwachsenden.

ABLAUF

  • Vor Beginn des Kurses findet ein Vorgespräch mit jeder/m Jugendlichen bzw. Heranwachsenden statt. Die Einladung erfolgt schriftlich. Bei Minderjährigen ist erforderlich, dass mindestens ein erziehungsberechtigter Elternteil beim Gespräch anwesend ist.
  • Die Dauer des Kurses beträgt in Regensburg 12 Treffen mit je drei Stunden oder in den Landkreisen 6 Treffen mit je sechs Stunden. Die Termine für die einzelnen Treffen werden mit den Teilnehmenden abgesprochen.
  • Am Ende des Kurses wird ein Bericht erstellt, der an das Jugendgericht, die Bewährungshilfe und/oder das Amt für Jugend und Familie/Jugendgerichtshilfe weitergeleitet wird. Bei Kursabbruch werden Jugendgerichtshilfe und Gericht benachrichtigt.
  • Bei Kursauschluss entscheidet das Jugendgericht über die Konsequenz.
  • Die Sozialen Trainingskurse werden von zwei Sozialpädagogen/-innen (Diplom/Bachelor) durchgeführt.
Ansprechpartner/innen
WANN UND WO FINDET DER SOZIALE TRAININGSKURS EIGENTLICH STATT?

Aktuell findet ein Sozialer Trainingskurs und ein Sozialer Trainingskurs SKOLL in Regensburg statt. Ab Ende März findet einer weiterer Sozialer Trainingskurs in Deggendorf statt.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kontakt Regensburg e.V. sind bemüht die Sozialen Trainingskurse möglichst in der Nähe des jeweiligen Wohnsitzes der Teilnehmenden zu organisieren. Kursorte sind neben Regensburg ebenfalls Cham und Deggendorf.

SOZIALER TRAININGSKURS - SELBSTKONTROLLTRAINING (SKOLL)

Seit 2016 wird der Soziale Trainingskurs mit dem Schwerpunkt Selbstkontrolltraining in Regensburg angeboten. Der Soziale Trainingskurs - SKOLL ist eine geschlechts-und substanzübergreifende gruppenpädagogische Frühintervention für Risikogruppen um einen verantwortungsbewussten Umgang bei riskanten Konsumverhalten (Drogen, Alkohol, Spielsucht) zu erlangen. Die Rahmenbedingungen entsprechen dem Sozialen Trainingskurs. Weiterführende Informationen folgen in Kürze.

ZUSATZINFO UND DOWNLOAD

Zugang:

  • Der Soziale Trainingskurs wird als „ambulante Maßnahme“ vom Jugendgericht nach §10 JGG i.V.m. §§ 27,29 bzw. 41 SGB VIII angewiesen.
  • Zudem kann der STK im Rahmen einer Bewährungsauflage nach §23 JGG ausgesprochen werden.
  • Nach einer Kostenabklärung ist auch eine freiwillige Teilnahme möglich.

Download: